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Zimmer organisieren - deine Schritt für Schritt Anleitung.

Schon die Organisation eines Zimmers scheint oft wie eine unmögliche Aufgabe. Deshalb zeige ich dir kleine Schritte, um jeden Raum aufzuräumen und so zu organisieren, dass er zu deinem Alltag passt.


Helles Schlafzimmer mit Doppelbett und großem Fenster mit Blick in den Garten eine Pflanze steht in der Ecke

Es gibt Zeiten, in denen du ein Zimmer betrittst und feststellst, dass die Situation außer Kontrolle geraten ist und der Raum unordentlich aussieht. Es muss etwas geändert werden! Aber wo soll man anfangen?


Ich habe den gesamten Prozess in einfache Schritte zerlegt, die du zwischendurch erledigen kannst (das ist viel einfacher, als alles auf einmal zu erledigen).


Zimmer organisieren - Schritt-für-Schritt-Anleitung


  • Analyse: Mach dir eine genaue Vorstellung, welches Ergebnis du am Ende bekommen möchtest (wie soll es nach dem Zimmer organisieren aussehen?).

  • Beseitigung von Überflüssigem: Entferne alles, was nicht in dieses Zimmer gehört bzw. hier nicht benutzt wird.

  • Organisation: Während du Unnötiges entfernst, mache dir Gedanken, wo es genutzt wird und wie du es am besten aufbewahren kannst. In dieser Phase werden die richtigen Organizer- und Ordnungssysteme ausgesucht.

  • Probezeit: Jetzt ist es an der Zeit, sich an das neue Zimmer zu gewöhnen. Nimm dir genug Zeit, um sicherzustellen, dass alles so funktioniert, wie du es dir vorgestellt hast.

  • Optimieren: Kontrolliere in regelmäßigen Abständen (z. B. jeden Monat), ob die Ordnung gut funktioniert und es einfach ist, die Sachen zu finden und sie wieder an ihren Platz zu legen.


Es handelt sich zwar um eine wiederkehrende Aufgabe, aber es bedeutet nicht, dass du für immer daran arbeiten wirst. Es bedeutet, dass das Leben eine unbeständige Sache ist und man in regelmäßigen Abständen etwas auf der Grundlage neuer Umstände und geänderter Vorlieben, Bedürfnisse und Situationen ändern muss.


Es ist also an der Zeit, das erste deiner Zimmer im Haus aufzuräumen und dem Prozess Schritt für Schritt zu folgen. Nehmen wir das Schlafzimmer als erstes Beispiel.


1. Schritt: Oberflächenreinigung

Bevor du Entscheidungen treffen kannst, musst du das Zimmer so sehen, wie es ist. Damit das oberflächliche Durcheinander dich nicht ablenkt, lege die Dinge dort ab, wo sie normalerweise aufbewahrt werden. Bei unserem Beispiel: Mache dein Bett, lege die Kleidung in den Schrank, befreie die Oberflächen auf den Nachtschränkchen oder der Kommode.


Frau macht Bett man sieht nur ihre Hände und Arme

2. Schritt: Notwendiges bestimmen

Denke darüber nach, was du in diesem Zimmer brauchst. Wenn du nach dem ersten Schritt aufhörst, wirst du immer noch einen Raum haben, mit dem du unzufrieden bist. Weißt du warum? Weil du den Raum nicht in Bezug auf das, was du von ihm brauchst und was du am Ende erreichen willst, siehst. Stelle dir also die folgenden Fragen:


  • Was ist die Hauptfunktion dieses Zimmers (Schlafzimmer, Wohnzimmer, Arbeitszimmer, Kinderzimmer usw.)?

  • Ist dieses Zimmer für diese Funktion geeignet?

  • Welche anderen Funktionen soll dieses Zimmer erfüllen?

  • Wer nutzt das Zimmer?

  • Was funktioniert aktuell gut in diesem Zimmer?

  • Gibt es hier etwas, das dich ärgert und stört?

  • Gibt es hier Dinge, die nicht sein sollten?

  • Was sollte im Zimmer sein, damit du das erreichst, was du dir vorstellst?


Wenn du mit dem Brainstorming fertig bist, wirst du ein viel besseres Verständnis dafür haben, was du ändern und was du so lassen kannst, wie es ist. Auf dieses Weise wird das Zimmer am Ende deinen Vorstellungen entsprechen.


Kommen wir zurück zum Beispiel für das Schlafzimmer: Die Hauptfunktion besteht darin, dir Ruhe und Entspannung zu bieten. Das ist auch ein Ort, an dem Kleidung, Pflegeartikel und allgemeine Gegenstände (auch Deko), aufbewahrt werden können.


3. Schritt: Wegräumen

Im Zimmer sind bestimmt Dinge, die du hier nicht brauchst (z. B. eine Box mit Arbeitsunterlagen, Bastelzubehör oder ein Staubsauger). Jetzt, da du weißt, was im Zimmer sinnvoll ist, kannst du alles entfernen, was nicht da sein muss. Denk daran, dass das Chaos nicht nur offensichtlicher Müll ist, es ist deutlich mehr.


Schlafzimmer organisieren: Gehe alle deine Kleidung durch und sortiere alles, was du nicht trägst und was du nicht brauchst (eine genaue Anleitung hierzu folgt in einem anderen Beitrag). Dadurch bekommst du neuen Stauraum, der die Organisation erleichtert. Räume die Arbeitsunterlagen, das Bastelzubehör und den Staubsauger weg. Lasse nur die Dinge im Zimmer, die dir helfen dich zu entspannen und Ruhe zu geben.


4. Schritt: Sauberkeit

Jetzt ist es an der Zeit, sich um die Sauberkeit zu kümmern. Wische alle Oberflächen ab, damit du beim Organisieren nicht auf Staub stößt.


Hände in Handschuhen wischen Staub mit Staubwedel auf einer Kommode

5. Schritt: Erstellen eines Ordnungssystems

Nun kommt das Spannendste. Die meisten Menschen beginnen mit diesem Schritt, aber wie du gelernt hast, müssen wir vorher eine gewisse Vorarbeit leisten. Nur so bist du sicher, dass alle Dinge dem Zimmer und seinen Funktionen entsprechen und du in der Lage sein wirst, die richtigen Aufbewahrungslösungen zu wählen.


Beispiel Schlafzimmer:


  • Kleiderschrank: Du hast nur die Kleidung behalten, die du tatsächlich trägst und hast genug Platz, um sie aufzubewahren. Nun weißt du, wie viele Kleiderbügel oder Körbe du benötigst und kannst sie besorgen.

  • Bett: Du hast erkannt, dass es für dich einfacher wäre, das Zimmer in Ordnung zu halten, wenn es mehr Platz gibt. Eine Möglichkeit, ist ein Bett mit Schubladen, um z. B. saisonale Kleidung oder Bettwäsche darin aufzubewahren.

  • Schminkecke: Da du unnötige Gegenstände entfernt hast, gibt es nun genug Platz für einen kleinen Schminktisch am Fenster, wo früher der Staubsauger und eine Box mit Unterlagen standen.


6. Schritt: Probezeit

Dies ist ein weiterer Moment, in dem die Menschen aufhören, sich zu organisieren, weil alles bereits getan wurde - und das ist ein Fehler! Ja, du hast alles organisiert. Aber du weißt immer noch nicht, ob du es auf die richtige Weise für dich organisiert hast.

Es ist notwendig, die Ergebnisse deiner Arbeit für eine Weile zu kontrollieren. Lebe mindestens 3-4 Wochen in deinem neuen Raum. In dieser Zeit beobachtest und notierst du, was funktioniert und was nicht. Du verstehst dann, ob du etwas ändern musst oder nicht.


7. Schritt: Optimieren

Wenn alles zu dir passt: Großartig, gehe zum nächsten Schritt! Wenn etwas nicht richtig funktioniert, gehe zurück zu Schritt 5 und laufe den Prozess erneut durch. Schauen wir uns das am Beispiel für ein Schlafzimmer an. Dein Kleideraufbewahrungssystem funktioniert hervorragend, mit Ausnahme des Platzes unter dem Bett, den du zur Aufbewahrung von Kleidung außerhalb der Saison verwendest - er reicht nicht aus. Du entscheidest, Vakuumbeutel zu verwenden, um den belegten Platz zu reduzieren, und planst, dies zu Beginn der nächsten Saison umzusetzen.


8. Schritt: Reinigungsplan

Jetzt befindest du dich im Wartungsmodus, bis sich etwas ändert (siehe Schritt 9). Bestimme welche Aufgaben regelmäßig anstehen und mit welchen Abständen du sie ausführen wirst, um die Ordnung aufrechtzuerhalten. Es wird viel einfacher für dich sein, sich an den Reinigungsplan zu halten, da der schwierigste Teil der Arbeit bereits erledigt wurde.


Dunkelhäutige Frau liegt nachdenktlich im Bett und streicht sich mit einer Feder durch das Gesicht

9. Schritt: Beobachten von Veränderungen

Das Leben steht nicht still, alles verändert sich. Ob es sich um eine Veränderung im Leben handelt (z. B. Hochzeit oder die Geburt eines Kindes), eine Änderung des Lebensstils (Ruhestand, Homeoffice) oder du einfach nachlässig beim Ordnung halten warst - irgendwann musst du den Prozess erneut durchlaufen.


Wenn etwas passiert, das dazu führt, dass der Raum für dich nicht mehr funktioniert, ist es an der Zeit, ihn neu zu analysieren. Möglicherweise musst du nur kleine Änderungen vornehmen, eventuell musst du den Raum komplett neu gestalten - gehe einfach zurück zu Schritt 1 und beginne von vorne.

Diese Schritt-für-Schritt-Methode zur Organisation für jedes Zimmer in deinem Zuhause wird dir helfen, einen Raum zu schaffen, der dich erfreut und Platz und Zeit für alles freigibt, was dir wichtig ist. Mit welchem Raum wirst du anfangen?


Und wenn du bei der Organisation deiner Umgebung Unterstützung brauchst oder wenn du merkst, dass du schnell unmotiviert bist, dann schau in unserem Bienchenclub vorbei. Innerhalb eines Jahres gehen wir gemeinsam mit vielen Teilnehmern alle Räume, Schubladen und Ecken durch und organisieren jede Kategorie! Lass dich inspirieren!


Für weitere Inspo schau dir gerne meine anderen Schritt für Schritt Anleitungen im Blog an.


FAQs

1. Warum ist es wichtig, einen Raum Schritt für Schritt zu organisieren?

Die schrittweise Organisation erleichtert den Prozess und verhindert Überforderung. Kleine Schritte ermöglichen es, kontinuierlich Fortschritte zu machen, ohne sich überwältigt zu fühlen.


2. Wie gehe ich vor, wenn sich Lebensumstände ändern?

Bei Veränderungen im Leben oder im Raum selbst (z. B. neues Familienmitglied) kehre zum Analyse-Schritt zurück und passe die Organisation an. Flexibilität und Anpassung sind entscheidend.


3. Warum ist ein Reinigungsplan nach der Organisation wichtig?

Ein Reinigungsplan hilft dabei, die Ordnung aufrechtzuerhalten. Definiere regelmäßige Aufgaben, um den Raum langfristig organisiert zu halten.


4. Kann ich diese Methode auf jeden Raum in meinem Zuhause anwenden?

Ja, die Schritt-für-Schritt-Methode ist für jeden Raum anwendbar. Beginne mit dem Raum, der dir aktuell am wichtigsten ist, und arbeite dich dann durch andere Bereiche deines Zuhauses.

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